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Bitte ausschneiden und aufbewahren - oder Nachtbus nach Wannsee

Eine Novelle

©2025 176 Seiten

Zusammenfassung

Hermann Hardtfeld, Wissenschaftler an der Freien Universität Berlin, verlässt eines Abends das Institut, in dem er seit Jahren an der Erforschung eines untergegangenen Gesellschaftssystems arbeitet. Im Glaskasten mit den Aushängen meint er unter den zwanzig vom Bundeskriminalamt dringend gesuchten Terroristen eine Frau wiederzuerkennen, mit der er vor langer Zeit eine kurze, verrückte Begegnung hatte. Es war die Zeit der beginnenden RAF und der kollektiven Ängste auf der Suche nach Sicherheit. War diese steckbrieflich gesuchte Frau nicht wiederholt im Institut aufgetaucht? Im Bus nach Wannsee glaubt er, sie erneut zu sehen. Als sie am Schießplatz der US-Army hinter dem Autobahnkreuz Zehlendorf aussteigt und beide einander ins Gesicht starren, ist er sich sicher: Sie ist es. Und auch sie scheint ihn wiedererkannt zu haben. Er folgt ihr. Warum will er sie wiedersehen und mit ihr reden, obwohl er weiß, dass Gespräche mit ihr und ihren Gesinnungsgenossen sinnlos und für ihn womöglich lebensgefährlich sind? Von da an dreht sich eine Spirale aus Erinnerung und Gegenwart, Angst und ratlosen Fragen bis an ihr und sein Ende. Doch ist dieses Ende am Tatort Wannseebrücke unentrinnbar? Herwig Roggemann schreibt mit feinen Zwischentönen über eine seltsame Alltagsbegegnung, die immer raumgreifender in seinem Kopf wird. Erinnerung, Ängste und Zeitgeist der 70er-Jahre verdichtet er zu einer Erzählung, die zum Spiegel von Zeit und Generationen wird.

Details

Seiten
176
Erscheinungsform
Originalausgabe
Erscheinungsjahr
2025
ISBN (eBook)
9783958943346
ISBN (Buch)
9783958943100
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2025 (März)
Schlagworte
Herwig Roggemann Novelle Terrorismus RAF (Rote Armee Fraktion) 1970er Jahre Berlin Wannsee Freie Universität Berlin Erinnerung Angst Zeitgeist Begegnung Kriminalität Generationenkonflikt Bundeskriminalamt

Autor

Herwig Roggemann, geboren 1935 und aufgewachsen in Bremen, studierte Rechtswissenschaft sowie ergänzend Germanistik, Kunstgeschichte und slawische Sprachen in Göttingen, Freiburg, München und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge zu Rechts-, Politik- und Kunstfragen und lehrte an der Freien Universität Berlin, in Osteuropa und andernorts. Roggemann bereiste die Balkanländer und Osteuropa, wurde Ehrenbürger der Stadt Split und Ehrendoktor ihrer Universität. Neben seiner akademischen Laufbahn renovierte er alte Häuser und Schiffe. Mit seiner zweiten Frau, Marina Schnurre, lebte und arbeitete er zeitweise in Italien und Kroatien und betreibt nun eine Galerie in Berlin.
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Titel: Bitte ausschneiden und aufbewahren - oder Nachtbus nach Wannsee